Willkommen bei Ihrem Chiropraktor

Kiropraktor Henrik Uldall, D.C.

Ihr Chiropraktor behandelt Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, indem er mit seinen Händen die Gelenke und Muskeln der Wirbelsäule, des Beckens, der Arme und Beine bearbeitet. Medikamente werden nicht verwendet. Verschiedene Krankheiten, die auf funktionellen Störungen beruhen, werden von Chiropraktoren, auch in Zusammenarbeit mit Ärzten behandelt. Wenn Sie Schmerzen haben und glauben, daß eine chiropraktische Behandlung helfen könnte, berät Sie ein Chiropraktor gern. Falls der Chiropraktor/in nach eingehender Untersuchung feststellt, daß für Ihr Problem eine chiropraktische Behandlung nicht in Frage kommt, oder daß eine andere Behandlungsform bessere Ergebnisse erzielen kann, dann wird er Sie an einen anderen Spezialisten verweisen. 1. Muskelspannung und Wohlbefinden


2. Die Aufgabe Ihres Chiropraktors


Ursachen

Diagnose

Behandlung

Komplikationen

Vorbeugung


3. Chiropraktik und Gesellschaft


4. Funktion von Gelenken und Muskeln


5. Wem kann die Chiropraktik helfen ?


6. Was wird durch den Chiropraktiker behandelt ?


Schmerzen im Lendenbereich

Ischias

Bandscheibenvorfall

Steißbein

Der Nacken

Kopfschmerzen

Die Rippen und der Brustwirbelbereich

Die Arme und Beine

Die Schulter

Der Ellbogen

Das Handgelenk, die Hand und die Finger

Arthrose

Das Knie

Das Fußgelenk

Die Füßen

Die inneren Organe
Wenn Sie sich krank fühlen, spannen sich Ihre Muskeln an. Die Gelenke werden steif, und die normale Funktion der Nerven, die das Rückenmark zwischen den Wirbeln verlassen, ist gestört. Dies ist ein Vorgang, der sich selbst verstärkt und so noch mehr Muskelspannung verursacht. Ein Teufelskreis entsteht, und er wird oft nicht unterbrochen, bis eine chiropraktische Behandlung der Gelenke und Muskeln eingeleitet wird. Die Behandlung hat das Ziel die Beweglichkeit der einzelnen Wirbelsäulenabschnitte zu fördern, und dadurch die Muskelverspannung zu reduzieren. Sie werden sich insgesamt wohler fühlen. ist es:


Fehlfunktionen in Gelenken und Muskeln festzustellen.

Erkrankungen zu diagnostizieren und die Vor- und Nachteile verschiedener Behandlungsmöglichkeiten abzuwägen.

Die normale Funktion wiederherzustellen, wenn das durch Chiropraktik möglich ist, oder dem Patienten eine andere, z.B. ärztliche Behandlung, zu empfehlen.

Den Patienten zu beraten, um erneute funktionelle Störungen zu vermeiden, und ihm möglichst auch ein Übungsprogramm zusammenzustellen (Prävention).

Im Bereich der Biomechanik und Statik des Bewegungsapparates Forschung zu betreiben. Die Gelenkneurologie bildet hier die wissenschaftliche Grundlage.
Das erste Ziel des Chiropraktors bei der Behandlung ist es, die Ursachen der Fehlfunktion zu finden und den Umfang festzustellen. Er wird dem Patienten erklären, wie die Fehlfunktion entstanden ist. Um eine richtige Diagnose zu stellen, wird er Ihnen über ihre medizinische Vorgeschichte (familiäre Krankheiten; Unfälle, Arbeitsplatzhaltung) und andere persönliche Gegebenheiten einige Fragen stellen.

Alle Chiropraktoren unterliegen der Schweigepflicht. Zur Diagnosestellung führt der Chiropraktor Tests an verschiedenen Gelenken und Muskeln durch. Die Untersuchung kann auch z.B. die Blutdruck- und Pulsmessung sowie die Prüfung einiger Reflexe beinhalten. Bei Notwendigkeit wird auch eine orientierende internistische Untersuchung (Herz, Lunge) durchgeführt.

Eine chiropraktische Untersuchung kann folgendes umfassen:

Eine Inspektion dessen,
was der Chiropraktor sehen kann,

Einen Tastbefund dessen,
was er fühlen kann, sowie

Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule

Ebenfalls wird die Haltung des Kopfes,
mit den Schultern und Armen und mit der Statik des Beckens und der Beine verglichen.

Der Chiropraktor möchte sehen, wie Sie stehen, sich bewegen, in welchem Zustand Ihre Muskeln sind. All dies hilft dem Chiropraktor, sich ein Bild von Ihrem Problem zu machen. Der Tastbefund kann statisch, das heißt, ohne daß der Chiropraktor den Patienten bewegt, oder dynamisch in der Bewegung ermittelt werden. Das Ziel der statischen Tastuntersuchung ist, die Stabilität und die Position von Gelenken und Muskeln zu ermitteln. Die dynamische Tastuntersuchung zeigt die Beweglichkeit bzw. die eingeschränkte Beweglichkeit der untersuchten Gelenke.

Wenn der Chiropraktor es für angezeigt hält, wird er eine Röntgenuntersuchung machen. Diese seitliche Röntgenaufnahme des Halses zeigt eine angeborene Zusammenwachsung (Fusion) des 2.-ten und 3.-ten Halswirbels, eine abgenutzte Bandscheibe zwischen dem 3.-ten und 4.-ten Wirbel und eine Verminderung der nach vorn zeigenden Krümmung (Lordose). Wenn der Chiropraktor nach seiner Untersuchung der Meinung ist, Ihr Problem könne durch Chiropraktik geheilt oder gelindert werden, wird er Ihnen eine Serie von Behandlungen vorschlagen.

Er wird Sie auch darüber informieren, ob er eine zusätzliche oder vollkommen andere Behandlungsmethode für sinnvoll hält.

Der Chiropraktor behandelt Gelenke und Muskeln durch Manipulation, d.h. durch sanften oder schnell ausgeführten Druck, der die Beweglichkeit der Gelenke wiederherstellen soll. Gelenke können auch leicht gestreckt werden, auf Muskeln wird Druck in verschiedener Form ausgeübt.

Die chiropraktische Behandlung ist normalerweise schmerzlos und sehr entspannend. Sollten sie nach den ersten Behandlungen eine Müdigkeit spüren, kann das ein Signal Ihres Körpers sein, daß Sie Ruhe brauchen. Auch ein leichter Muskelschmerz, vergleichbar mit einem Muskelkater, kann sich einstellen und ist eine ganz natürliche Reaktion auf die Behandlung.

Abhängig von dem Umfang der Fehlfunktion, die der Chiropraktor bei Ihnen festgestellt hat, wird die Behandlung aus einer oder mehreren Sitzungen bestehen. Individuelle Unterschiede werden auch bei den Abständen zwischen den einzelnen Sitzungen bestehen.

Für alle Patienten gilt aber: je früher Sie behandelt werden, desto besser. Ihr Allgemeinzustand wird bestimmen wieviel Behandlungen nötig sein werden. Ähnlich wie beim Tastbefund kann auch eine Röntgenuntersuchung statisch, dynamisch oder beides sein.

Normalerweise wird die Röntgenaufnahme von vorn und von der Seite gemacht, ohne daß sich der Patient bewegt. Bei einer dynamischen Aufnahme wird ein Abschnitt der Wirbelsäule in zwei verschiedenen Positionen geröntgt, z. B. mit vorgeneigtem und zurückgelegtem Kopf. Ein Vergleich der Aufnahmen kann dann über die Beweglichkeit der Gelenke Aufschluß geben. Komplikationen können bei jeder wirksamen Behandlung auftreten. Die Erfahrung vieler Jahre zeigt aber, daß bei chiropraktischer Behandlung Komplikationen extrem selten sind. Sobald die Diagnose gestellt ist und die Behandlung begonnen hat, müssen auch vorbeugende Maßnahmen getroffen werden, um Rückfälle zu vermeiden. Solche vorbeugenden Maßnahmen können aus folgenden Punkten bestehen:


Beratung, Information und/oder

Training, Rückengymnastik und/oder

regelmäßigen Kontrollen

Der Patient wird darüber informiert, wie man sich hinlegt, wie man aufsteht, wie man Dinge hebt und trägt, wie man hustet und niest. Er erfährt, wie man Stösse, Stolpern, ungleichmäßige Bewegungen, falsche Arbeitshaltung, Zugluft und Kälte vermeiden kann. Ein Plan zur gesunden Ernährung und Streßbewältigung wird aufgestellt. Möglicherweise ist es nicht mehr möglich eine Erkrankung vollständig zu heilen, aber Ratschläge über vorbeugende Maßnahmen vermindert das Rückfallrisiko.

Der Chiropraktor zeigt Ihnen Rückenübungen, mit denen Sie den Rücken dehnen und stärken und die Gelenke lockern können. Diese Übungen sind eine wichtige Ergänzung der chiropraktischen Behandlung. Sie müssen wissen, welche Übungen für Sie geeignet sind, und welche Sie vermeiden sollten. Wesentlich ist, daß Sie die Übungen richtig machen. Training und Rückenübungen sind vorbeugend, können aber auch Ihre Gesundheit wiederherstellen. Einige Chiropraktoren haben eigene Trainingszentren. Dort können schwache Gelenke und Muskeln unter Expertenaufsicht trainiert werden. Intensives Training kann Patienten mit häufig auftretenden Rückenschmerzen oder chronischen Schmerzen das tägliche Leben erheblich erleichtern. Gleichzeitig ist durch die Aufsicht des Chiropraktors, der Sie kennt, eine individuelle, gezielte Behandlung sichergestellt.

In vielen Fällen entwickelt sich eine Krankheit über einen sehr langen Zeitraum - Monate, oder sogar Jahre - bevor Sie die Symptome bemerken. Die Chiropraktische Behandlung kann diese Situation verbessern. In einigen Fällen werden sich die Beschwerden wieder einstellen, wenn die Behandlung sofort nach Verschwinden der Symptome beendet wird. Um erneute Fehlfunktionen zu vermeiden sollte noch eine Weile weiter behandelt werden. Dabei wird der Zeitraum zwischen den Sitzungen vergrößert, und die Anzahl der Sitzungen kann mit zunehmender Besserung verringert werden. Ein gelegentlicher Kontrollbesuch beim Chiropraktor ist empfehlenswert, denn Vorbeugung ist besser als Behandlung. Funktionsstörungen in der Mechanik des Körpers sind in erster Linie ein Problem für die Strukturen (Muskeln, Knochen, Nervensystem). Die Lebensqualität ist oft über viele Jahre eingeschränkt. Aber diese Funktionsstörungen stellen auch ein großes Problem für die gesamte Gesellschaft dar. Sie sind die Hauptursache für eine Frührente und für langfristige Arbeitsausfälle durch Krankheit. 45% aller Erwachsenen berichten, daß sie innerhalb der letzten 14 Tage unter Schmerzen oder Verspannungen am Bewegungsapparat zu leiden hatten. Solche Krankheiten kosten die Gesellschaft Milliarden.

Seit den Ende der 70er Jahre haben immer mehr wissenschaftliche Berichte bestätigt, was Chiropraktoren und ihre Patienten bereits seit Jahren wußten.

In einer schweizerischen Doktorarbeit wurden die Ergebnisse der chiropraktischen Behandlung bei 400 Patienten untersucht. 87% berichteten, daß sie sich besser fühlten oder vollständig geheilt waren. 9% hatten keine Erleichterung verspürt, und 4% machten keine Angaben. 24% der Patienten hatten täglich Medikamente eingenommen, bevor sie zum Chiropraktor gingen, nach der Behandlung fiel die Zahl auf unter 2%.

"Manuelle Medizin", veröffentlichte 1991 in den Niederlanden eine Studie, die mit 634 krankgemeldeten Beschäftigten des Philips-Konzern durchgeführt wurde. Die Patienten wurden in zwei gleich große Gruppen eingeteilt : eine Gruppe wurde chiropraktisch behandelt, die andere Gruppe erhielt keine oder eine andere Behandlung. Die Patienten, die chiropraktisch behandelt wurden, hatten 38% weniger Fehltage durch Krankheit zu verzeichnen als die Vergleichsgruppe.

Klinische Studien und Erfahrungen zeigen somit die Effizienz der Chiropraktik. Jedes Ungleichgewicht im Verhältnis zwischen Position und Bewegung der Wirbelkörper verursacht einen abnormalen Zug in den Bändern und Bandscheiben. Spannung baut sich in den Muskeln auf, und im umliegenden Gewebe kann es zu Entzündungen und Schwellungen kommen. Dies kann wiederum zu einer Reizung der betreffenden Nerven führen.

Die Aufgabe der Nerven ist es, Impulse zwischen Gehirn und dem Rest des Körpers hin und her zu leiten. Wenn die Nerven an der empfindlichen Stelle, wo sie die Wirbelsäule verlassen, gereizt sind, kann es zu einer Veränderung in der Impulsleitung kommen.

Somit verändert sich auch die Art und Weise, in der das Gehirn die Funktionen des Körpers koordiniert - Symptome treten auf.

Die Symptome werden entweder in einem bestimmten Bereich des Rückens oder in einem Körperteil, das von dem betroffenen Nerv versorgt wird, als Schmerz empfunden. Der Chiropraktor redet dann von einer Subluxation.

Wenn zum Beispiel wenn ein Nerv im unteren Halswirbelbereich gereizt ist, kann der Körper folgende Symptome zeigen: der Schmerz kann direkt im Nacken zu spüren sein, aber auch in Teilen des Arms oder der Schulter. Neben Schmerzen können auch Symptome wie ein leichtes Prickeln, Hitze, Frösteln oder Kraftverlust in den Muskeln vorkommen.

Ist ein Nerv gereizt, der zwischen zwei Wirbeln der Brustregion austritt, werden die Beschwerden lokal oder von einem inneren Organ ausgehend wahrgenommen. Schmerzen, die denen bei Nierensteinen oder Blinddarmentzündung ähnlich sind, können entstehen. Diese Symptome können vom Chiropraktor behandelt werden, wenn der Schmerz von einer Fehlfunktion des Bewegungsapparates ausgelöst wird, nicht aber, wenn eine Erkrankung der inneren Organe vorliegt. Probleme, die im Lendenbereich auftreten, verursachen nicht immer lokale Schmerzen, sondern häufig in der Leiste, im Gesäß oder in den Beinen, einseitig oder auch beidseitig. Wenn die Diagnose des Chiropraktors zeigt, daß die Beschwerden des Patienten chiropraktisch zu behandeln sind, spielt das Alter des Patienten keine Rolle, obwohl jüngere Patienten in der Regel schneller gesunden. Die Behandlungsmethode wird sich dem Alter des Patienten, seinem Gesundheitszustand und seinen Beschwerden anpassen.

Bitte Halten Sie sich vor Augen, daß der Erfolg einer Behandlung nicht garantiert werden kann. Die meisten Patienten werden gesund. Andere werden nicht ganz wiederhergestellt, aber verzeichnen eine beträchtliche Erleichterung ihrer Schmerzen und eine Verbesserung der Lebensqualität. Der Chiropraktor behandelt alle Krankheiten, die durch Fehlfunktionen der Gelenke und Muskeln im Bewegungsapparat verursacht werden. Es folgt eine kurze Beschreibung der häufigsten Krankheiten, bei denen Chiropraktik gute Ergebnisse erzielen kann. Mehr als die Hälfte aller Patienten des Chiropraktors leiden unter Schmerzen im unteren Rückenbereich. Betroffen sind alle Berufsgruppen, Frauen und Männer.

80% der gesamten erwachsenen Bevölkerung leiden irgendwann in ihrem Leben unter Schmerzen im unteren Rückenbereich, normalerweise im Alter zwischen 25 und 60. Das trifft auch auf ein Viertel aller Kinder zwischen 6 und 13 Jahre, auf ein Drittel aller Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahre zu. Das Problem scheint weniger häufig bei älteren Menschen aufzutreten.

Der Grund für die Anfälligkeit des unteren Rückenbereichs ist die Tatsache, daß diese Region den Belastungen des Körpergewichts ausgesetzt ist, und daß der Bereich sehr flexibel ist.

Der Hexenschuß verursacht Schmerzen, Steifheit und eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Ein Hexenschuß entsteht in Verbindung mit körperlicher Anstrengung, mit Husten, Niesen, Zugluft oder plötzlichen Bewegungen.

Das Risiko wird durch Autofahren, Arbeiten in schlechter Haltung, wiederholtes Anheben von schweren Gegenständen, Aufenthalt in stark schwingenden Bereichen erhöht.

Auch Menschen mit schwacher Muskulatur oder schlechtem Allgemeinzustand neigen zu Hexenschuß. Der Ischiasnerv ist der größte Nerv im menschlichen Körper. Er ist etwa so dick wie ein kleiner Finger. Bei Ischialgie treten Schmerzen im unteren Rücken und Gesäß auf. Der Schmerz strahlt in ein Bein aus, manchmal in beide, kann in der Rückseite des Oberschenkels zu spüren sein, in der Ferse oder im großen Zeh. Ein typisches Ischias-Zeichen ist, daß das Bein nicht ohne Schmerzen angehoben werden kann, wenn der Patient auf dem Rücken liegt.

Chiropraktik wird als eine sehr wirksame Behandlungsmethode für Schmerzen im unteren Rückenbereich angesehen, unabhängig davon, ob Ischisas-Symptome vorhanden sind oder nicht. Normalerweise treten Bandscheibenvorfälle im unteren Rückenbereich auf, weniger häufig in der Halsregion, selten im Brustwirbelbereich.

Ein Patient mit einem Bandscheibenvorfall muß nicht notwendigerweise Schmerzen haben. Tatsächlich haben 40% der Menschen über 40 Jahre eine verlagerte Bandscheibe, ohne es zu wissen. Dieser Anteil steigt auf 80% in der Altersgruppe über 75 Jahre. Mit einer verlagerten Bandscheibe kann man durchaus Rückenschmerzen haben, die nicht von dieser Bandscheibe ausgehen.

Nach einer Bandscheibenoperation können Probleme auftreten, die zu einem gewissen Grad von einem Chiropraktor gelindert werden können. Schmerzen im Steißbein, dem kleinen Knochen am Ende der Wirbelsäule, können verursacht werden durch:


einen heftigen Fall auf das Gesäß,

Probleme in der Lendenregion oder dem Kreuzdarmbeingelenk, oder

Zerrung während des Geburtsvorgangs.

Genauso wie Probleme in der Lendenregion Schmerzen im Steißbein auslösen können, kann auch das Gegenteil eintreten : Probleme des Steißbeins können Beschwerden im unteren Rücken verursachen. Der Nackenbereich verursacht oft Probleme, da der Hals leicht gebaut und höchst biegsam ist.

23% der Erwachsenen berichten, daß sie innerhalb der letzten 14 Tage Probleme ausgehend vom Nacken oder den Schultern hatten. Das zweithäufigste Symptom, nach den Beschwerden im Lendenbereich, sind Probleme, die mit dem Nacken in Zusammenhang stehen.

Funktionsstörungen im Nackenbereich können Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Symptome in den Händen, Hand- oder Fingergelenken verursachen, sowie Schmerzen in den Armen, Ellbogen, Schultern, Schulterblättern und den oberen Brustwirbeln.

Zu den häufigsten Ursachen gehören monotone Bewegungen, lange Arbeitsphasen ohne Ruhepause oder Haltungsänderung. Zugluft, Kälte, psychischer Stress können ähnliche Auswirkungen haben.

Eine weitere häufige Ursache sind z.B. Zerrungen der Halswirbelsäule (Schleudertrauma) bei Autounfällen. Diese Art von Verletzung wird dadurch verursacht, daß der Kopf schnell hin und her geschleudert wird.

Die chiropraktische Behandlung des Nackenbereichs hat eine entspannende Wirkung auf die Muskeln und lockert die Gelenke, was eine heilende Wirkung auf den ganzen Bereich haben kann. Kopfschmerz ist keine Krankheit, sondern ein Anzeichen, daß etwas nicht in Ordnung ist. Kopfschmerzen sind häufig das Ergebnis einer Reihe von Umständen, die zusammentreffen. Der auslösende Faktor ist oft ein Muskel- oder Gelenkproblem. Wenn der Patient Schmerzen hat, verspannt er sich. Das verschlimmert den Schmerz, der Teufelskreis beginnt.

3% der Bevölkerung haben täglich unter Kopfschmerz zu leiden, etwa 10% wenigstens einmal pro Woche. Die Hälfte dieser Kopfschmerzen werden durch Verspannungen ausgelöst. Kopfschmerzen sind der häufigste Grund, weshalb Menschen einen Arzt aufsuchen. Etwa 10% aller Chiropraktik - Patienten suchen Linderung für ihre Kopfschmerzen. Bevor der Chiropraktor entscheidet, ob er dem Patienten helfen kann, befragt er ihn nach möglichen, schwerwiegenden Gründen für die Kopfschmerzen.

Wenn es keine solchen Gründe gibt, lassen sich die Kopfschmerzprobleme oft den Gelenken und Muskeln zuordnen. Hier kann der Chiropraktor etwas tun, um die Schmerzen zu lindern.

Die Bewegung des Kiefergelenks hängt von der Funktion der Halswirbelsäule ab, und umgekehrt. Probleme im Kiefergelenk und den zugehörigen Muskeln können auch Kopfschmerzen verursachen. Schmerzen im Bereich des Brustkorbs sind seltener als Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich, weil die Rippen einen stabilisierenden Effekt auf die Brustwirbel haben.

Schmerz kann durch eine falsche Bewegung, Anspannung oder schlechte Arbeitshaltung entstehen.

Bei Überanstrengung können die Muskeln, die mit den Armen verbunden sind, im mittleren Rückenbereich Schmerzen verursachen.

Der Schmerz strahlt manchmal bis zu den Rippen aus. Tiefes Ein- und Ausatmen verschlimmert diese Problematik. Obgleich Chiropraktoren Fehlfunktionen aller Gelenke und Muskeln des Körpers behandeln, konzentriert sich die Therapie doch meistens auf Gelenke und Muskeln des Rückens und des Beckens. Die chiropraktische Behandlung anderer Gelenke richtet sich sowohl auf das Gelenk oder die Gelenke, die das Problem verursachen als auch auf die Bereiche des Rückens und des Beckens, die ein bestimmtes Gelenk beeinflussen können.

Einige dieser Probleme werden im folgenden verdeutlicht. Probleme in den Schultern führen oft zu eingeschränkter Beweglichkeit, wie z.B. der Schwierigkeit, den Arm in eine horizontale Position zu heben, oder die Hand in den Nacken zu legen. Die wohl bekannteste Einschränkung ist die Unfähigkeit, einen Mantel an- oder auszuziehen. Schulterprobleme haben nicht nur einen muskulären Ursprung, sondern auch die Nervenversorgung der Schulter, welche von der Halswirbelsäule kommt, spielt bei diesen Beschwerdebildern eine erhebliche Rolle. Der Tennis - Ellbogen und der Golfer - Ellbogen entstehen durch die Sportarten, deren Namen sie tragen. Dieselben Symptome können aber auch durch verschiedene andere Belastungen der Ellbogen entstehen. Die gezerrten Bänder und Muskelansätze heilen schneller, wenn die Gelenkoberflächen durch die Behandlung in die korrekte Position gebracht und die Beweglichkeit wiederhergestellt ist. Wenn das Handgelenk verspannt ist, führt das oft zu einer Blockade des Handgelenks oder des Unterarms. Schmerzen und ein kribbelndes Gefühl können in den Fingern und der Hand auftreten und bis zum Ellbogen reichen. Die Ursache ist oft, daß man einen drohenden Sturz mit ausgestreckten Händen auffangen wollte. Eine Überlastung der Fingergelenke kann auch Schmerzen und Steifheit verursachen. Patienten, die unter dieser Krankheit leiden, erhalten oft die Auskunft, man könne nichts für sie tun, und sie müßten lernen, damit zu leben. Es stimmt zwar, daß Arthrose nicht rückgängig gemacht werden kann, aber die Erfahrung zeigt, daß die Schmerzen durch bessere Beweglichkeit verringert werden können. In einigen Fällen wurde sogar eine Schmerzfreiheit erzielt. Der Umfang einer Erleichterung durch chiropraktische Behandlung hängt davon ab, wie sehr das Gelenk geschädigt ist und an welcher Stelle des Körpers es sich befindet. Schäden im Knie entstehen oft durch Verschiebung oder Quetschung einer der beiden knorpeligen Menisken im Kniegelenk. Diese Art der Verletzung kann oft mit guten Ergebnissen chiropraktisch behandelt werden. Häufig entstehen Schäden am Knie in Zusammenhang mit Sportverletzungen.

60% aller Verletzungen beim Fußball sind Knieverletzungen. Unter normalen Umständen heilt ein verstauchtes Fußgelenk von selbst, aber mit sofortiger chiropraktischer Behandlung geht die Heilung schneller vonstatten. Dadurch kann auch die Gefahr einer Bänderüberdehnung gemindert werden. Sofort nach der Verstauchung sollte Eis auf das Gelenk gelegt werden und nicht entfernt werden, bis die Schwellung zurückgegangen ist. In leichten Fällen kann eine Eisauflage schon ausreichen, in schwereren Fällen kann Chiropraktik oder eine andere Behandlung nötig werden. Die Füße sind jeden Tag einer unglaublichen Belastung ausgesetzt, besonders bei verschiedenen Sportarten. Das Laufen auf einer ebenen Straße belastet die Füße mit dem dreifachen Körpergewicht, bei einer hügeligen Laufstrecke erhöht sich die Belastung noch mehr. Eine Folge kann die Überlastung eines der 27 Gelenke im Fuß sein. Eine Fehlfunktion des Fußes kann zum Verlust des Gleichgewichts im Körper führen, woraus andere Probleme, z.B. in Knien, Hüften oder Rücken, entstehen können. Die Chiropraktische Behandlung kann bei vielen dieser Probleme hilfreich sein. Der Chiropraktor behandelt Störungen des Bewegungsapparates und die Symptome, die aus solchen Fehlfunktionen entstehen.

Die Erfahrung zeigt, daß Asthma bei Kindern durch chiropraktische Behandlung gelindert werden kann, wenn die normale Funktion von Gelenken und Muskeln wiederhergestellt ist. Eine dänische Studie ergab, daß 92% der Eltern von Kindern mit Asthma berichteten, daß eine chiropraktische Behandlung geholfen hatte.

Eine andere dänische Studie berichtete über die Auswirkung von chiropraktischer Behandlung auf Kleinkinder, die unter Koliken litten. Die Eltern stellten fest, daß innerhalb von 14 Tagen die Anfälle von 5 Stunden pro Tag auf 40 Minuten pro Tag zurückgingen. 94% der Eltern betrachteten die Behandlung als Erfolg, was sie auch bei einer erneuten Befragung nach 4 Wochen bestätigten.

Manchmal können Schmerzen, die ihren Ursprung scheinbar in Herz, Lunge, Magen oder anderen inneren Organen haben, vom Bewegungsapparat herrühren und chiropraktisch behandelt werden.